Im Ortsteil Pflaumheim beginnt mit dem Vollausbau des Bahnwegs im Jahr 2026 eine umfangreiche Maßnahme im Bereich des Tiefbaus. Neben der Sanierung der Straße wird mit der Erneuerung der Wasserleitungen und der hydraulischen Ertüchtigung des Kanals ein weiterer Beitrag zum Erhalt und Ausbau der örtlichen Infrastruktur geleistet.
Mit der Umgestaltung des bisherigen Grünstreifens wird neben neu gepflanzten Bäumen und Sträuchern auch ein separater Geh- und Radweg entstehen. So kann eine strikte Trennung der Verkehrsteilnehmer erfolgen und die Sicherheit im Straßenverkehr weiter erhöht werden.
Folgende Planunterlagen liegen dem Ausbau zu Grunde:
Voraussichtliche Fertigstellung/Bauzeit: Dezember 2027
Voraussichtliche Baukosten: 3,40 Mio. €
Markt Großostheim
Datum
Ereignis
Juli 2026
Aktueller Projektstatus zum Straßenvollausbau Bahnweg
Mit der Vergabe der Bauleistung konnte zuletzt ein weiterer, wichtiger Schritt zum Straßenvollausbau des Bahnwegs erreicht werden. Mit den ersten Vorbereitungsarbeiten und der Einrichtung der Baustelle wird die beauftragte Firma voraussichtlich am 20. Juli beginnen und anfangen den Bahndamm um das ehemalige Bahnbauwerk abzutragen. Parallel sollen die erforderlichen archäologischen Sondierungen durchgeführt werden. Der eigentliche Straßenausbau beginnt voraussichtlich ab Mitte August mit den Kanalbauarbeiten zwischen der Spessart- und Odenwaldstraße. Hierfür wird der Bahnweg von der Einmündung Großostheimer Straße (AB 3) bis zur Odenwaldstraße komplett gesperrt werden.
Eine Übersicht mit Informationen zu den einzelnen Gewerken und den bereits abgeschlossenen Vorbereitungen finden Sie untenstehend:
Kampfmittel Nach der Kampfmitteluntersuchung folgte eine Auswertung per Luftbild sowie eine kampfmitteltechnische Stellungnahme. Die Fläche wurde nicht als Kampfmitttelverdachtsfläche eingestuft, sodass Sie für die anstehenden Bauarbeiten freigegeben werden konnte.
Archäologie Im März 2023 wurde ein Antrag nach Artikel 7 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes gestellt. Dieser Antrag mit anschließender Einholung einer Erlaubnis ist notwendig, wenn auf einem Grundstück nach Bodendenkmälern gegraben werden oder Erdarbeiten stattfinden sollen, obwohl sich dort Bodendenkmäler befinden, vermutet werden oder das Vorliegen angenommen werden muss. Nachdem das Bayerische Landesamt für Denkmalschutz eine Stellungnahme abgegeben, die Durchführung von Sondierungen vorgeschrieben und entsprechende Unterlagen zusammengestellt hat, wurde eine Preisanfrage für die archäologische Begleitung der Maßnahme durchgeführt. Das beauftragte Fachbüro beginnt vermutlich am 21.07. mit den archäologischen Sondierungen.
Artenschutzrechtliche Stellungnahme Der erstellte Fachbeitrag eines beauftragten Büros wurde durch die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Aschaffenburg bestätigt. Als Auflagen wurde lediglich die Rodung innerhalb der gesetzlichen Fristen und der Schutz angrenzender Gehölze angeordnet.
Straßen- und Fußwegbeleuchtung Der Auftrag zur Herstellung der Straßen- und Fußwegbeleuchtung wurde im Januar 2026 erteilt. Die Leuchtenstandorte werden gemäß dem abgestimmten Beleuchtungsplan geschaffen. Im Vorfeld wurde hierfür eine Lichtberechnung durchgeführt, damit eine DIN-gerechte Ausleuchtung der Straße gewährleistet werden kann. Im Zuge der Arbeiten werden die Leuchten außerdem auf LED-Technik umgestellt.
Für den Rad- und Fußweg ist eine individuelle Einstellung über feste Schaltzeiten sowie über Bewegungsmelder möglich. Das Bewegungsprofil ist dabei flexibel einstellbar, sodass beispielsweise nur eine Leuchte oder gleichzeitig zwei oder drei nachfolgende Leuchten mit angesteuert werden können. Voreingestellt wurde eine vorgeschlagene Dauerbeleuchtung bis 22.00 Uhr, danach erfolgt eine Schaltung nur über Bewegungsmelder.
Vergabe Bauleistungen Nach der Freigabe der Förderstelle konnte mit der Ausschreibung der Bauleistung im Januar 2026 begonnen werden. Die eingereichten Angebote wurden im Rahmen der Submission am 26.02.2026 geöffnet und gewertet, die Vergabe des Auftrags erfolgte schließlich im nichtöffentlichen Teil der Marktgemeinderatssitzung am 28.04.2026. Den Zuschlag erhielt die Firma Engelhaupt aus Mittelsinn mit einem Volumen in Höhe von 2.687.638,43€ Brutto. Mit den Bauarbeiten wird das Unternehmen voraussichtlich Mitte August 2026 beginnen, zunächst mit den Kanalbauarbeiten zwischen der Spessart- und Odenwaldstraße. Eine Fertigstellung der Arbeiten wird bei geplantem Fortschritt für Dezember 2027 angestrebt.
Freianlagen In der Marktgemeinderatssitzung am 09.10.2025 stellte das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro die Grünflächenplanung vor. Das Gremium stimmte dieser zu und beschloss die Kosten in den Haushaltsplänen 2026 und 2027 bereitzustellen. Eine Ausschreibung der Arbeiten zur Umsetzung erfolgt voraussichtlich nach Abschluss beziehungsweise in Abstimmung mit den Bauarbeiten.
Rodung/Baumfällarbeiten Nach der angeordneten Auflage, die Flächen innerhalb der gesetzlichen Fristen zu roden und die angrenzenden Gehölze zu schützen, hat der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 09.10.2025 Im Februar 2026 hat die gemeindliche Baumpflege in Zusammenarbeit mit einem externen Unternehmen, die notwendigen Arbeiten zur Vorbereitung des Straßenvollausbaus begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen.
Informationsschreiben Anlieger Anfang Februar 2026 erhielten die Anlieger ein erstes Informationsschreiben zu den zwischenzeitlich abgeschlossenen Baumfällarbeiten. Ein weiteres Schreiben wurde im Juli 2026 nach der Auftragsvergabe Archäologie versendet.
16.02.2026
Erste Vorbereitungsarbeiten für den Ausbau des Bahnwegs starten am 16. Februar
Mit den ersten Vorbereitungsarbeiten zum Straßenvollausbau des Bahnwegs wird in der kommenden Woche begonnen. Die Maßnahme dient der Verbesserung der örtlichen Infrastruktur in Pflaumheim.
Nach der Zustimmung des Marktgemeinderats zur Grünflächenplanung im vergangenen Jahr hat die Gemeindeverwaltung die Vorbereitungen für das Projekt weiter vorangetrieben. So wurde unter anderem ein Förderantrag bei der Regierung von Unterfranken gestellt und die Beweissicherung für die angrenzende Bebauung inklusive Erschütterungsmessungen für die Bauarbeiten ausgeschrieben und zwischenzeitlich beauftragt. Parallel dazu läuft die Planung für die neue Straßenbeleuchtung. Aktuell werden die erforderlichen archäologischen Sondierungen und die Ausschreibung der Bauleistung vorbereitet.
Der eigentliche Ausbau des Bahnwegs soll voraussichtlich im dritten Quartal 2026 beginnen, die Fertigstellung der Maßnahme ist für Ende 2027 geplant.
Mit der Entnahme von Bäumen per Fällkran durch die gemeindliche Baumpflege starten am kommenden Montag, den 16. Februar 2026, die ersten Vorbereitungsarbeiten. Hierfür wird im Bereich der Hausnummer 10 und der Mömlinger Straße eine Vollsperrung sowie eine Halteverbotszone eingerichtet.
13.01.2026
Ausschreibung der Bauleistungen
Die notwendigen Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsarbeiten im Rahmen des Straßenvollausbaus werden ausgeschrieben. Ab dem 13.01.2026 können sich interessierte Firmen die Unterlagen herunterladen und ein Angebot abgeben. Die Submisson erfolgt am 26.02.2026.
Die Vergabe des Auftrags soll voraussichtlich im April 2026 durch den Marktgemeinderat erfolgen.
Januar 2026
Vergabe Erschütterungsmessungen und Beweissicherung
Die Aufträge für die im Vorfeld der Maßnahme durchzuführenden Erschütterungsmessungen und Beweissicherungen wurden an Fachbüros vergeben.
09.10.2025
Vorstellung und Beschlussfassung über die Grünflächenplanung
Das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro stellt in der Sitzung des Marktgemeinderates die Grünflächenplanung für den Straßenvollausbau des Bahnwegs vor. Das Gremium stimmt der vorgestellten Planung zu und beschließt die entsprechenden Kosten in den Haushaltsplänen 2026 und 2027 bereitzustellen.
Weiterhin wird die Verwaltung ermächtigt, die Grünflächen entsprechend zu roden, um den geplanten Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2026 gewährleisten zu können.
04.09.2025
Einreichung eines Förderantrages bei der Regierung
Bei der Regierung von Unterfranken wird ein Förderantrag für den Vollausbau eingereicht.
In Vorgesprächen wurden Zuschussmittel für den kompletten Straßenbau (Gehweg, separater Rad- Fußweg und Fahrbahn) in Aussicht gestellt, die genaue Förderhöhe wird allerdings erst nach der Ausschreibung der Bauleistung festgelegt.
06.03.2025
Bereitstellung der benötigten Haushaltsmittel
Der Marktgemeinderat beschließt in seiner Sitzung den Erlass der Haushaltssatzung 2025 und stimmt somit auch der Bereitstellung der benötigten Haushaltsmittel für die Planung im Jahr 2025 sowie dem Bau in den Jahren 2026-2028 per Verpflichtungsermächtigung zu.
2023/2024
Keine Haushaltsmittel in 2023 und 2024 - Verschiebung der Maßnahme
Für den Straßenvollausbau stellt der Marktgemeinderat in den Jahren 2023 und 2024 keine Haushaltsmittel bereit, die Maßnahme muss damit vorerst geschoben werden.
03.11.2022
Vorstellung und Beschlussfassung über die Straßenausbauplanung
In der Sitzung des Marktgemeinderates wird die Straßenausbauplanung (Pläne Teil 1und Teil 2) durch das beauftragte Büro vorgestellt und beschlossen. Gegenüber der Präsentation im Bau- und Planungsausschuss wurde die Planung noch geringfügig angepasst und die Änderungen in die favorisierte Variante eingepflegt.
Weiterhin wird die Verwaltung ermächtigt, ein Landschaftsplanungsbüro mit der Überplanung der angrenzenden Grünflächen zu beauftragen.
08.06.2022
Vorstellung der Straßenausbauplanung in einer Anliegerversammlung
In einer Versammlung wird die vom Bau- und Planungsausschuss favorisierte Variante der Ausbauplanung den Anliegern vorgestellt.
21.04.2022
Vorstellung und Beratung über die Straßenausbauplanung
Im Bau- und Planungsausschuss werden verschiedene Varianten einer Ausbauplanung durch das beauftragte Büro vorgestellt. Der Ausschuss spricht sich gemeinsam für eine favorisierte Variante aus, welche schließlich den Anliegern in einer Versammlung vorgestellt werden soll. Nach Durchführung der Bürgerinformation soll mit den dann gewonnenen Erkenntnissen und einer gegebenenfalls angepassten Planung eine Entscheidung im Marktgemeinderat herbeigeführt werden.
11.02.2021
Vergabe der Planungsleistungen
In nichtöffentlicher Sitzung beschließt der Bau- und Planungsausschuss die Vergabe der Planungsleistungen an ein Aschaffenburger Ingenieurbüro.
13.10.2016
Bestandsaufnahme und Empfehlung zum Vollausbau
Der Bauausschuss regte in seiner Sitzung vom 01.09.2016 an, eine Verkehrszählung im Bahnweg durchzuführen. Folgende Ergebnisse wurden während der einwöchigen Zählung vom 14. -20.09.2016 aufgenommen:
3.639 Kfz insgesamt
520 Kfz/24 Stunden (durchschnittlich)
33 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge
85 % der Fahrzeuge waren nicht schneller als 43 km/h
Neben den Ergebnissen der Verkehrszählung, gab die gemeindliche Bautechnik den Ausschussmitgliedern einen Überblick über den Zustand der Wasserleitungen und des Kanalsystems.
Die Wasserleitungen wurden in den 1950er Jahren verlegt und wären im Zuge einer Straßensanierung zu erneuern, der Kanal besteht aus unbewehrten Betonrohren mit Falzmuffendichtungen und ist hydraulisch nicht ausreichend dimensioniert. Im Zuge einer Straßensanierung wäre hier ebenfalls eine Erneuerung zur hydraulischen Ertüchtigung erforderlich. Insgesamt empfiehlt die Bautechnik daher einen kompletten Vollausbau der Straße einschließlich der Erneuerung von Wasser und Kanal.
Im Hinblick auf die Planung legte sich der Ausschuss schon damals fest, bei einem späteren Ausbau lediglich einen straßenseitigen Gehweg entlang der Häuser zu planen, den Grünstreifen gegenüber der Häuser als grüne Lunge Pflaumheims zu erhalten und mittig eventuell mit einem Geh- und Radweg zu versehen.