Marktgemeinde

25 Jahre Freundschaft zwischen Großostheim und Olympia

Seit 25 Jahren verbindet Großostheim und Olympia eine besondere Freundschaft. Was 2001 an einem geschichtsträchtigen Ort begann, ist längst zu einer lebendigen Städtepartnerschaft geworden, die Menschen zusammenführt und den europäischen Gedanken mit Leben erfüllt. Zum 25-jährigen Bestehen reiste vor knapp einem Monat, vom 18. bis 21. September 2026, eine Delegation aus Olympia mit Bürgermeister Aristides Panagiotopoulos nach Großostheim. Auch der frühere Bürgermeister Giorgios Aidonis, der die Partnerschaft mitbegründet hatte, war dabei. Ein abwechslungsreiches Programm bot Gelegenheit zu Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen.

Rückblick auf 25 Jahre Freundschaft und ihre Entwicklung

Im Juni 2001 wurde die Partnerschaft vor dem Tempel der Göttin Hera in Olympia begründet. Im September desselben Jahres bekräftigten die damaligen Bürgermeister Giorgios Aidonis und Hans Klug die Verbindung auf dem Großostheimer Marktplatz. Die Idee dazu war eng mit dem olympischen Gedanken verbunden: Der Großostheimer Horst Schad hatte sich mit seiner „Power-and-Belief-Tour“ auf den Weg zu den Olympischen Spielen nach Sydney gemacht und dabei den Wunsch entwickelt, seine Heimatgemeinde mit dem antiken Olympia zu verbinden. Nach intensiven Gesprächen wurde dieser Wunsch schließlich Wirklichkeit.

Aus dem offiziellen Partnerschaftsakt entwickelte sich im Laufe der Jahre ein persönlicher Austausch. Besuche, gemeinsame Veranstaltungen und Begegnungen ließen die Verbindung wachsen. Großostheimerinnen und Großostheimer waren bei der Entzündung des olympischen Feuers dabei, eine Schülerin aus der Gemeinde durfte bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen einen Teil des Feuers tragen. Auch in schwierigen Zeiten bewährte sich die Partnerschaft. Als im Jahr 2007 schwere Waldbrände die antiken Stätten und die Umgebung Olympias bedrohten, organisierte Großostheim einen Hilfstransport der Feuerwehr.

Festwochenende mit zahlreichen Programm-Highlights und Enthüllung der Freundschaftstafel am Olympiahain

Nachdem die griechischen Gäste am Freitag, den 18. September im Rathaus in Empfang genommen wurden, erhielten sie übers Wochenende zahlreiche Einblicke in das örtliche Gemeindeleben und seine Einrichtungen. Zunächst besichtigten sie das Wasserwerk und die Feuerwehr und besuchten das traditionelle Krautfest in Wenigumstadt. Dort packten Bürgermeister Ralf Herbst und Bürgermeister Aristides Panagiotopoulos gemeinsam an und stampften Kraut: ein passendes Bild für eine Partnerschaft, die von persönlicher Begegnung und gemeinsamer Tatkraft lebt.

Höhepunkt des Jubiläumsbesuchs war die öffentliche Enthüllung der Freundschaftstafel im Olympiahain. Bei Musik und Getränken erinnerten die Bürgermeister an die Geschichte der Verbindung, bevor sie die Tafel gemeinsam enthüllten und einweihten. Eine identische Tafel wurde als Geschenk an die Gemeinde Olympia überreicht. Beide Tafeln setzen ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und erinnern an die gemeinsamen Jahre.

Auch die weiteren Programmpunkte boten den Gästen Einblicke in Großostheims Geschichte und Traditionen. Bei einem Rundgang rund um den Marktplatz und dem Besuch der Sonderausstellung zum Großostheimer Kirchenschatz im BachgauMuseum lernten sie kulturelle Besonderheiten der Gemeinde kennen. Die geplanten Rundflüge mussten wegen des Wetters zwar ausfallen. Stattdessen ging es in das Destilleum von Michael Mayer, bevor bei einer Brauereiführung gemeinsam ein 15-Liter-Fass angestochen wurde. Der Ausruf des griechischen Bürgermeisters – „O zapft is“ – sorgte dabei für gute Stimmung.

Gemeinsam verbunden in Europa

Städtepartnerschaften leben nicht allein von Urkunden und offiziellen Terminen. Sie leben von Menschen, die sich begegnen, voneinander lernen und einander auch in schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Gerade in einer Zeit großer Herausforderungen machen sie Europa unmittelbar erfahrbar. Ein Gespräch, ein gemeinsames Essen oder ein Besuch können mehr verbinden als viele politische Erklärungen.

Die Freundschaft zwischen Großostheim und Olympia ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Sie verbindet eine Gemeinde im Bachgau mit dem weltberühmten Ort der antiken Olympischen Spiele und vor allem die Menschen, die dort leben. Die neue Freundschaftstafel im Olympiahain erinnert an die vergangenen 25 Jahre und steht zugleich für den gemeinsamen Blick nach vorn: verbunden zu bleiben, einander offen zu begegnen und den europäischen Gedanken weiterzutragen.

Urkunde Unterzeichnung BGM 4
BGM gemeinsamer Handshake
Schild Olympiahain 1
Freundeskreis Oympia
Fackel Entzündung 4
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Fackel Entzündung 5
Rede BGM 4
Rede BGM Olympia