Marktgemeinde

Demokratie für Jugendliche – das Jugendforum 2026

Am Sonntag, den 18.10.2026, fand bereits zum dritten Mal das Jugendforum Großostheim im JUZ statt. Dieses Projekt wurde von der gemeindlichen Jugendarbeit entwickelt und wird jährlich von ihr ausgerichtet. Es soll politische Beiteiligung junger Menschen fördern und ihnen einen Einblick in demokratische Prozesse und Kommmunalpolitik ermöglichen. Dafür stellt der Markt Großostheim ein eigenes Budget von 5000€ zur Verfügung. In einem Zeitraum von ungefähr zwei Monaten wird das Forum intensiv beworben und Jugendliche haben die Möglichkeit, online ihre Ideen und Wünsche einzubringen. In einer offenen Versammlung wird anschließend demokratisch entschieden, wie das Geld eingesetzt werden soll.

Wahlberechtigt waren in diesem Jahr alle jungen Menschen im Alter von zwölf bis zwanzig Jahren, die in Großostheim, Wenigumstadt, Ringheim oder Pflaumheim wohnhaft sind.

Über 80 Ideen wurden eingesendet - ein neuer Rekord

Es gab einen neuen Rekord mit über 80 Einsendungen, die sehr vielfältig waren und von baulichen Erneuerungen und Weiterentwicklungen über Kulturveranstaltung bis hin zu neuen Anschaffungen für das Jugendzentrum gingen. Die Ideen mussten natürlich zunächst sortiert und im Vorfeld hinsichtlich der Machbarkeit überprüft werden. In einem Treffen mit den Jugendbeauftragten des Marktgemeinderates konnten die Projektideen auf 13 Vorschläge zusammengefasst werden, die in der Zuständigkeit einer Gemeinde liegen und mit dem Budget von 5000€ realisierbar wären.

Am Sonntag war es dann soweit: 37 Wahlberechtigte, unser Bürgermeister Ralf Herbst und einige Jugendbeauftragte fanden sich in der Turnhalle des JUZ ein. Auch knapp 15 Jugendliche, welche nicht wahlberechtigt waren, fanden aus Interesse an der Veranstaltung den Weg ins JUZ. Unser Bürgermeister begrüßte die Anwesenden herzlich, bevor die Mitarbeitenden des JUZ,  Patrick Klawitter und Lena Kirchner, durch das Programm führten. Es wurde transparent auch über die Einsendungen gesprochen, die es nicht in die finale Abstimmung geschafft hatten, weil sie entweder das Budget überschreiten würden oder nicht zu den Aufgaben einer Gemeinde gehörten. Wir hoffen, dass auch diese jungen Ideen in den Köpfen der anwesenden Erwachsenen präsent bleiben und an anderer Stelle weiterdiskutiert werden.

Den zweiten Platz des Jugendforums teilten sich die Projekte “Fitnessgeräte für das JUZ” und die Siegeridee aus dem letzten Jahr “Calisthenics Park am Olympiahain”. Letzteres konnte bisher aufgrund finanzieller Hürden noch nicht realisiert werden. An einer Umsetzung wird weiterhin gearbeitet.

Die Entscheidung ist gefallen: Ein Herzensprojekt wird realisiert

 

Der diesjährige Gewinner, welcher mit deutlichem Abstand gewählt wurde, ist die Gestaltung des Skateparks. Ein neuer Bodenbelag, der weniger Verletzungsgefahr birgt und für den Sport besser geeignet ist, ist Jugendlichen schon seit einigen Jahren ein wichtiges Thema, jedoch würde hierdurch das Budget des Jugendforums um ein Vielfaches überschritten werden. Dennoch haben die Jugendlichen in der Abstimmung gezeigt, dass der Skatepark ein wichtiger Aufenthaltsort für sie in Großostheim ist. Ähnliches galt zum Teil wahrscheinlich schon für ihre Eltern.

Und so geht es weiter

Zum Ausklang hatten die Jugendlichen bei Pizza noch einmal die Möglichkeit, mit den Gemeinderäten und dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen. Nun ist das Ziel, den Beschluss schnellstmöglich in die Tat umzusetzen und hierbei die Jugendlichen so gut wie möglich einzubeziehen, damit es am Ende so wird, wie sie es sich vorgestellt haben. Die Ideen für den Ort werden von den Teilnehmenden des Forums gerade gesammelt und konkretisiert. Anschließend findet ein Planungstreffen mit den beteiligten gemeindlichen Stellen statt und die Arbeiten können beginnen. 

Zum Schluss möchten wir uns noch bei allen Jugendlichen, die sich in irgendeiner Weise am Jugendforum beteiligt haben, unserem Bürgermeister Ralf Herbst und den Jugendbeauftragen des Marktgemeinderates bedanken. Wir hoffen, dass diese Möglichkeiten, sich direkt politisch einzubringen, und die Erfolge des Jugendforums Großostheim noch lebenswerter und attraktiver für junge Menschen machen.

Bild JuFo zensiert