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Leistungen

Leistung: Bundesfreiwilligendienst; Absolvierung



Wenn Sie sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl engagieren möchten, können Sie einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren.


Sie können den Bundesfreiwilligendienst im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich, im Bereich des Sports, der Integration oder auch im Zivil- und Katastrophenschutz ableisten. In welchem Bereich, an welchem Einsatzort und an welcher Einsatzstelle Sie sich engagieren, können Sie selbst wählen.

Für den Bundesfreiwilligendienst gelten folgende Eckpunkte:

  • Die Regeldauer beträgt 12 Monate, mindestens 6, maximal 18 Monate. In Ausnahmefällen sind auch Einsätze von bis zu 24 Monaten möglich (beispielsweise wenn es ein besonderes pädagogisches Konzept gibt).
  • Wenn Sie älter als 27 Jahre sind, können Sie den Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit absolvieren (mindestens 20 Stunden pro Woche).
  • Sie erhalten Taschengeld: Der Höchstbetrag liegt bei EUR 423 monatlich (Stand 2022).
  • Ihre Beiträge zur Sozialversicherung und zur gesetzlichen Unfallversicherung zahlt die Einsatzstelle.
  • Wenn Sie den 12-monatigen Bundesfreiwilligendienst absolvieren, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
  • Ihre Eltern können, wenn Sie jünger sind als 25 Jahre und einen Bundesfreiwilligendienst leisten, Kindergeld oder steuerliche Freibeträge für Sie erhalten.
  • Grundlage des Einsatzes ist der Abschluss einer individuellen Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Die ersten sechs Wochen des Dienstes gelten als Probezeit. Der Dienst kann in dieser Zeit mit einer Frist von zwei Wochen gekün-digt werden. Nach der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen, jeweils zum 15. oder zum Monatsende. Daneben kann das Dienstverhältnis aus wichtigem Grund auch vorzeitig beendet werden ? zum Beispiel wegen des Beginns einer Berufsausbildung oder eines Studiums.

Während des Dienstes gelten das Arbeitsschutz- beziehungsweise das Jugendarbeitsschutzgesetz sowie die Bestimmungen des Bun-desurlaubsgesetzes. Bei einer Dienstzeit von zwölf Monaten haben Sie beispielsweise Anspruch auf 24 Urlaubstage.

Berufskleidung, Unterkunft und Verpflegung können gestellt oder die Kosten dafür ersetzt werden.

Bei den Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt. Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlt die Einsatzstelle.

Im Rahmen des Sonderprogramms "Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug" werden jährlich bis zu 10.000 neue BFD-Plätze zur Verfügung gestellt. Die Belegung dieser Plätze muss einen Bezug zur Flüchtlingshilfe haben. Das heißt, der Einsatz muss in der Flüchtlingshilfe erfolgen oder der Dienst muss durch geflüchtete Menschen geleistet werden.


Voraussetzungen

  • Sie müssen die Vollzeitschulpflicht absolviert haben.
  • Wenn Sie keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, brauchen Sie einen Aufenthaltstitel, der eine entsprechende Tätigkeit in Deutschland erlaubt.
  • Für einige Dienste ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung erforderlich. Bitte fragen Sie dazu bei Ihrer Einsatzstelle nach.


Fristen

Keine

Hinweis: Einsatzstellen und Träger können feste Fristen für Bewerbungen und Dienstantritte festgelegt haben.


Erforderliche Unterlagen

  • Erforderliche Unterlage/n
    • Personalausweis oder Aufenthaltstitel
    • gegebenenfalls Nachweis der arbeitsmedizinischen Untersuchung
  • Erforderliche Unterlage/n
    • Personalausweis oder Aufenthaltstitel
    • gegebenenfalls Nachweis der arbeitsmedizinischen Untersuchung
  • Erforderliche Unterlage/n
    • Personalausweis oder Aufenthaltstitel
    • gegebenenfalls Nachweis der arbeitsmedizinischen Untersuchung
  • Erforderliche Unterlage/n
    • Personalausweis oder Aufenthaltstitel
    • gegebenenfalls Nachweis der arbeitsmedizinischen Untersuchung


Kosten

keine


Formulare

Vereinbarung über die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes
Vereinbarung über die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes
Vereinbarung über die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes


Rechtsgrundlagen

§ 8 Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG)
§ 8 Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG)
§ 8 Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG)


Weiterführende Links

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst auf der Internetseite des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Informationen von A bis Z auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes
Informationen über Einsatzstellen in ihrer Nähe bietet die Einsatzstellensuche


Verwandte Themen

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Freiwilliger Wehrdienst; Bewerbung


Stand

07.03.22


Redaktionell verantwortlich

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (siehe BayernPortal)