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Aus der Verwaltung

14.07.2021 07:28

Verkehrsgefährdung durch Bäume und Sträucher an Staats-, Kreis- und Gemeindestraßen und bei Fußgängerwegen


Es kommt immer wieder vor, dass Bäume von benachbarten Grundstücken, die auf die Straße stürzen bzw. Äste und Sträucher in das Lichtraumprofil ragen, zu einer ernsten Gefahr für die Verkehrsteilnehmer werden.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Benutzer von öffentlichen Straßen nicht nur vor den Gefahren zu schützen sind, die ihnen aus dem Zustand der Straße bei zweckgerechter Benutzung drohen, sondern auch vor solchen Gefahren, die von Anliegergrundstücken ausgehen und auf die Straße übergreifen können.

 

Nach der geltenden Rechtsprechung ist der Eigentümer oder Besitzer eines an einer öffentlichen Straße liegenden Grundstückes verpflichtet, auf den Straßenverkehr (hierzu gehören auch Fußgänger und Radfahrer) gebührend Rücksicht zu nehmen und schädliche Einwirkungen, die von diesem Grundstück ausgehen und den öffentlichen Straßenverkehr gefährden, zu vermeiden.

 

Aus diesem Grunde sich die Bäume, die entlang von Straßen stehen, von den jeweiligen Eigentümern stets auf ihren Zustand hin zu prüfen und, soweit es sich um morsche oder schadhafte Bäume handelt, umgehend zu fällen. Auch sind überstehende Äste und Sträucher zu entfernen bzw. zurück zu schneiden.

 

Die erforderliche lichte Höhe beträgt –lotrecht gemessen- 4,50 m. Der Mindestabstand nach den Seiten -vom Fahrbahnrand aus gemessen- soll bei Bäumen, deren Durchmesser größer als 8 cm ist, ebenfalls 4,50 m betragen.

 

Der Markt Großostheim, das Landratsamt Aschaffenburg sowie das Straßenbauamt bitten alle Grundstückseigentümer, von deren Grundstücken die o.g. Gefahren ausgehen können, ihrer

Sorgfaltspflicht nachzukommen, um so straf- und haftungsrechtlichen Folgen vorzubeugen.