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Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

 

Mit dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ wird in Bayern die Initiative „Leben findet Innenstadt“ fortgesetzt. Diese öffentlich-private Kooperation zur Standortentwicklung zielt auf ein verstärktes privates Engagement und eine erhöhte Investitionstätigkeit in den Stadt- und Ortszentren. Die Marktgemeinde Großostheim wurde 2010 mit ihrem historischen Ortskern in das Förderprogramm aufgenommen.

Öffnungszeiten Cityladen am Marktplatz
Mo., Mi., Do. 10-12 und 14-16 Uhr, Fr. 10-12 Uhr
sowie Termine nach Vereinbarung
Di. i. d. R. im Rathaus, Schaafheimer Str. 33

Allgemeine Informationen

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Das Projekt „Leben findet Innenstadt“ ist ein Vorhaben der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern.  Im ersten Projektzeitraum 2006/2007 wurden viele öffentliche und private Aktivitäten gebündelt und Projekte zur Aufwertung innerörtlicher Standorte umgesetzt. Die Hauptzielsetzung im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft ist die aktive Beteiligung an der Strukturverbesserung und Aufwertung des jeweiligen Projektgebietes. Es gilt die Nutzungsvielfalt und Lebendigkeit von Innenstädten und Ortskernen zu stärken, dem Gebäudeleerstand vorzubeugen bzw. vorhandene Leerstände zu beseitigen und die Rahmenbedingungen für private Investoren zu verbessern.

Um das positive Image beizubehalten übernahm das folgende Förderprogramm „AktiveStadt- und Ortsteilzentren“ im Jahr 2008 sowohl das Logo und als auch die wesentlichen Ziele.  Nachdem es gelungen war, die Mittel in diesem Bund-Länder-Förderprogramm erheblich aufzustocken, konnten 2010 insgesamt 21 Städte und Gemeinden in Bayern neu in das Programm aufgenommen werden, darunter in Unterfranken die Stadt Alzenau und die Marktgemeinde Großostheim.

Nützliche Informationen zur Städtebauförderung und zu den am Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ beteiligten Kommunen erhalten Sie auf der Homepage der Bundestransferstelle.

Darstellung Gebietsauswahl

Altort Großostheim

Erstmals 780 urkundlich erwähnt, erwarb 1278 Kurmainz den fruchtbaren Bachgau mit „Ostheim“ als Sitz der Centverwaltung.  Im späten 16. Jh. erlebte Großostheim einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Aus dieser Blütezeit sind noch viele markante mittelalterliche Gebäude erhalten: das Nöthigsgut am Marktplatz, Türme der ehemaligen Ringmauer, der Zehnthof/Altes Rathaus, Kapellen, viele Fachwerkhäuser und die typischen fränkischen Hofanlagen. 1814 wurde der Ort bayerisch. Einen erneuten Aufschwung brachte die Gründerzeit um 1870 mit dem Aufblühen der Heimschneiderei. Im 20. Jh. siedelte sich viel Gewerbe an, welches Großostheim zu dem heutigen prosperierenden Gewerbestandort werden ließ.

Eine Nutzung durch die Landwirtschaft findet in den Hofanlagen und rückwärtigen Scheunen heute kaum noch statt, vielmehr droht vielerorts der Verfall. Deshalb kam 1986 der Beschluss zur Vorbereitung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen und Erstellung eines umfassenden Rahmenplanes. Die Hauptzielsetzungen sind hierbei:

  • Erhaltung wertvoller Bausubstanz
  • Schaffung von Wohnraum mit hoher Lebensqualität
  • Einrichtung von Freiräumen und Grünzonen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität
  • Bereitstellung von zusätzlichem Parkraum im Zentrum
  • Verbesserung der infrastrukturellen Angebote, Stärkung des Einzelhandels


1988 erfolgte die Aufnahme in das Bayerische Städtebauförderungsprogramm, ein Jahr später wurde eine Ortsgestaltungssatzung für den historischen Ortsrundling aufgestellt. Viele Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden seither erfolgreich zur Erhaltung des Ortsbildes abgeschlossen, u. a. das Nöthigsgut mit Gotischem Haus, das ehem. Feuerwehrhaus zu der Musikschule, die Alte Post in eine Altentagesstätte mit Cafe, die Geschäftsstraße Breite Straße, die Parkflächen am alten Kino und am Alten Rathaus, der Spitze Turm und der Hexenturm.

Derzeitige Problemlagen sind die Überalterung der Bewohner, eine vielerorts schlechter werdende Bausubstanz sowie der vermehrte Leerstand bei Wohnhäusern und im Einzelhandel. Zielsetzung ist es, den Ortskern wieder für junge Familie attraktiv zu machen (Förderprogramm Eigen genutzter Wohnraum, seit März 2011), private Sanierungen mit ortsbildverbessernder Wirkung zu fördern (Kommunales Förderprogramm, bereits seit 1998) und den Einzelhandel zu unterstützen.

 

Engagierte Personen aus Verwaltung, Gemeinderäte sowie weitere Vertreter aus Gewerbe und von Banken arbeiten zusammen in einer Lenkungsgruppe. Mit der Errichtung des Cityladens am Marktplatz und dem Büro des Citymanagers ist eine zentrale Anlaufstelle für Belange der Ortskernentwicklung und für touristische Fragen entstanden. Der Ausbau der Bachstraße und die neue Zentrumsbebauung Bachstr./Kanzleistr. sind bis Ende 2016 als wegweisende Projekte abgeschlossen. Für den neuen Parkhof am Kirchberg ist die Planung im Gange (Ausgleich für wegfallende Parkplätze am Marktplatz), mit dem Abriss der alten Bausubstanz wird Ende 2016 begonnen werden.